Einfach mal machen, einfach mal auf Instagram posten.
Im März haben wir einfach gefragt. Ohne großen Plan, ohne Budget, ohne Garantie, dass irgendetwas draus wird. Wir haben einen Post auf Instagram veröffentlicht — der Text von @6gradcooler — und gefragt: Habt ihr Lust, mitzumachen?
Der Post erklärte, was Faserlein ist. Dass die Pflanze ziemlich hoch wird. Dass man aus ihr Leinen spinnen kann. Dass die Samen — die Leinsamen — vermutlich schon in eurem Müsli gelandet sind. Und dass das ganze Wissen darüber, wie man aus dieser Pflanze einen Faden macht, gerade dabei ist zu verschwinden.
Was passierte dann:
Über das Projekt 1qmlein.de habt ihr euch an unserer Schnapsidee beteiligt. Ihr habt mitgemacht. Wir haben es gemeinsam geschafft, genug Saatgut für rund 300 m² zusammenzubekommen.
Zwei Anrufe später — einer beim Textilmuseum Helmbrechts, eines bei der Nachbarin — war klar: wir können das hier tatsächlich machen. Die Nachbarin war sofort begeistert. Der pachtende Landwirt auch. Und das Textilmuseum brachte das Saatgut und das Fachwissen mit.
Ende April war es dann so weit:
Die ersten Samen kamen in die Erde. Und schon eine Woche später — kaum zu glauben (denn hier war's erst eisig kalt, dann staubtrocken) — sahen wir die ersten Pflänzchen. Klein, zart, ein bisschen verloren zwischen Dreckklumpen und Kieseln. Aber der Flachs scheint zu halten, was er verspricht: robust, ohne nötige Bewässerung, unspektakulär. Noch wissen wir nicht, was aus den 300m² mal wird. Ob wirklich ein Garn daraus gesponnen wird, oder ein Stoff daraus entsteht. Aber wir fangen an — und ihr seid von Anfang an dabei.
Was dich erwartet:
Wir dokumentieren jede Phase auf diesem Blog und auf Instagram. Die Blüte im Juli, ein Erntefest im Herbst, den Weg vom Halm zur Faser. Bleib dabei — am einfachsten über unsere WhatsApp-Gruppe, wo wir alle Termine ankündigen.
Und nun das Wichtigste:
"Wir" bist auch du. Wir brauchen DICH, damit das Projekt ein Erfolg werden kann. Hast du Lust uns Tatkräftig mit zu unterstützen? Wir müssten von Zeit zu Zeit mal Unkraut jäten und uns um das Feld kümmern. Auch bei der Verarbeitung braucht es Hilfe und Unterstützung. Komm in unsere WhatsApp-Gruppe. Dort kündigen wir alle Termine an und freuen uns über helfende Hände.
Noch wissen wir nicht, was aus den 300 m² wird. Ob am Ende ein Garn entsteht, ein Stoff, oder einfach eine sehr gute Geschichte. Wahrscheinlich alles davon. Das nächste Update kommt, wenn das Feld blüht. Und das wird blau sein — versprochen.

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